Fällt es ihnen auch auf? Immer mehr Werbekampagnen spielen mit dem Thema „Öko“.
Öko-Marketing nennt sich dieses sehr aktuelle Phänomen. Ob Print, Online oder TV: In jeder Disziplin ist der Schutz unserer Umwelt ein großes und wichtiges Thema geworden. Das ist auch gut so, aber leider passt die grüne Kampagnenausrichtung nicht immer zu den beworbenen Marken oder deren Produkten.
Viele Werbeagenturen suggerieren Ihren Kunden einen schnellen Imagegewinn durch den grünen Touch in der Kommunikation. Man sollte hier aber aufpassen, dass die lancierten Kampagnen authentisch bleiben. Nichts ist schlimmer als eine Anzeige, die das Produkt zu aufdringlich in den grünen Fokus rückt. Manchen Marken nimmt man das quasi über Nacht aufgebrachte Umweltbewusstsein einfach nicht ab. Die Verbraucher lassen sich nicht täuschen. Ehrlichkeit hat schon immer gesiegt. Gerade in der Werbewelt.
Ein Beispiel: Die meisten Autos sind alles andere als umweltfreundlich. Da kann auch eine „Start-Stopp-Automatik“ nicht mehr viel daran ändern. Wenn man also ein Plakat eines großen Autokonzerns betrachtet, mit der Headline „gut für die Natur“, dann werden hier bewusst falsche Schlussfolgerungen vermarktet. Das Auto ist vielleicht etwas umweltverträglicher als andere Modelle, aber „gut für die Natur“… ?
Das ist ein großes Problem. Es gibt derzeit zahlreiche Studien die belegen, dass mehr als die Hälfte der Befragten diese Art von Werbe-Kampagnen für „eher“ oder „auf jeden Fall unglaubwürdig“ halten.
Es ist also nicht alles gut, was das Siegel Öko trägt. Da hat die Kommunikationsbranche noch einige Hausaufgaben zu machen.
